Sie haben Fragen rund ums Heizen mit Holz oder anderen Festbrennstoffen?
Auf dieser Seite haben wir für Sie einige Links und Inhalte zusammengestellt.


  Festmeter / Raummeter / SchÜttraummeter

Beim Holzverkauf werden 3 verschiedene Angaben von Raummaßen verwendet und leider auch häufig verwechselt. Im Verkauf von Scheitholz hat sich die Bemessung in Schüttraummeter durchgesetzt.

Ein Festmeter (fm) entspricht 1 Kubikmeter (m³) fester Holzmasse, d. h. ohne Zwischenräume in der Schichtung.

Ein Raummeter (rm) bezeichnet die Menge an gespaltenen Scheiten, die im nassen Zustand auf 1 Meter Länge, 1 Meter breit und 1,04 Meter hoch geschichtet werden. Holz ab 50 cm wird nur in der Mengenbezeichnung Raummeter angeboten.

Ein Schüttraummeter (srm) ist die Menge Scheitholz bis 50 cm Länge, die ein Behältnis mit den Maßen 1m x 1m x 1m geschüttet füllt, wobei ein Untermaß nicht zulässig ist. Ein Rückrechnen des srm auf andere Maßeinheiten verbietet sich aufgrund der Vielzahl der dies erschwerenden Einflüsse auf das Scheitholz (Nässe, Scheitgröße, Scheitlänge).


  Umrechnungsfaktoren verschiedener Raummaße fÜr Scheitholz

Hier finden Sie als Beispiel die Umrechnungsfaktoren der verschiedenen Raummaße, die üblicherweise beim Kauf von Brennholz angewandt werden.
Mehr zum Thema am Beispiel von Buche und Fichte finden Sie HIER.


  Brennholz oder Holzbriketts?

Viele Ofeneigentümer stellen sich die Frage, ob sie weiterhin mit Scheitholz heizen sollen, oder ob Holzbriketts eine echte Alternative darstellen.

Eine Tonne Holzbriketts entspricht bis zu 4 Schüttraummeter Scheitholz. Holzbriketts sind folglich also billiger als Scheitholz.

Holzbriketts sind im statistischen Mittel ca. 20% preisgünstiger als Heizöl und ca. 30% günstiger als Erdgas. Eine Tonne ersetzt ca. 500 Liter Heizöl.

Ein weiterer Vorteil von Holzbriketts ist neben der gleichbleibenden Qualität die komfortable, saubere Lagerung auf einer folierten Palette und spart somit deutlich an Lagerkapazität im Vergleich zu Brennholz ein.

Außerdem enthalten Holzbriketts eine max. Restfeuchte von unter 10% und geben deshalb weniger Emissionen bei der Verbrennung ab als Scheitholz. Im Vergleich zu Heizöl sparen Holzbriketts 3kg CO2 je kg/Brennstoff ein.

 

  FÜr welches Holz soll ich mich entscheiden?

Die Buche ist ohne Zweifel das Brennholz mit den meisten Vorteilen, es ist allerdings auch das teuerste Brennholz und oft rechtfertigt die Qualität nicht den großen Preisunterschied z.B. zu Esche oder Kiefer. Buche hat einen durchschnittlichen Heizwert, ist aber durch die hohe Dichte schwerer als z.B. Nadelholz. Daher brauchen Sie weniger Buchenscheite zum Heizen, als wenn Sie Fichte verfeuern würden.

Gemessen am Gewicht hat die Fichte aber einen höheren Brennwert - Sie brauchen nur mehr Volumen. Heißt: Sie müssen öfter nachlegen. Dass von Nadelholz Gefahren für Ofen und Schornstein ausgehen ist ein Ammenmärchen aus Zeiten, als gemauerte Schornsteine nicht immer ganz trockenes Holz zu verarbeiten hatten und auch das Bewusstsein für die Qualitäten von trockenem Holz noch nicht da war.

Trockene Fichte ist ein ideales und günstiges Brennholz, trockene Buche sicher die "1. Wahl". Premium-Brennholz ist kammergetrocknete Buche.


  Expertentipp zur Messung von Holzfeuchte

Das Messen von Brennholz mit Holzfeuchtemessgeräten ist Expertensache. Wenn Sie aber eine solche Messung selbst vornehmen wollen, so messen Sie bitte grundsätzlich an frischen Sägeschnitten oder Spaltflächen und zwar dreimal (oberer Bereich, Mitte, unten) und so, dass die Messelektroden quer zur Faserrichtung angesetzt werden.

Die drei Messergebnisse bitte mitteln und den Durchschnitt an insgesamt drei Scheiten ausrechnen. Das Mittel aus diesen drei Scheiten ist dann Ihre "Holzfeuchte in %". Der Wert sollte unter 24 % legen.
(Quelle: Messmethode Krämer/Heise, publiziert vom Bundesverband Brennholzhandel)

Einfacher geht's so: Zwei Scheite in die Hand nehmen und die Stirnflächen locker voreinander schlagen. Klingt es hölzern, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um trockenes Holz handelt, sehr groß.


  Warum sollte man ausschließlich mit trockenem Holz heizen?

Wirklich nasses Holz zischt im Ofen und wirft auch nach längerer Zeit noch Blasen. Holz unter 30 % verbrennt zwar ohne Feuchtigkeitsaustritt und scheint in Ordnung, allerdings wird der optimale Heizwert nicht erreicht. Daher sollten Sie trotz höherer Einkaufskosten nur trockenes Holz verbrennen.

Grund dafür ist die Tatsache, dass die im Holzgas enthaltene Energie zum Austreiben des Wassers benutzt wird, statt Ihr Haus zu heizen. Energieverluste von bis zu 30 % sind hier kalkulierbar.

Das rechtfertigt auf jeden Fall den höheren Preis für trockenes Holz. Beim Abbrand von feuchtem Holz werden außerdem nicht die Temperaturen erreicht, die zum Verbrennen aller Schadstoffe und zur Feinstaubminimierung benötigt werden. Darauf legt Ihr Schornsteinfeger aber Wert und kann Ihnen im Extremfall den Betrieb Ihrer Feuerstelle untersagen.


  Tipps zur Lagerung von Brennholz

Zur richtigen Lagerung von Brennholz gehört erst einmal die Erkenntnis, dass ein Trocknungsprozess optimale Verhältnisse benötigt: Holz braucht rundum Luft, insbesondere im Abstand zum Boden, da mit Feuchtigkeit angereicherte Luft nach unten absinkt. Kann die Luft hier nicht weg, legt sich die Feuchtigkeit wieder ab und der Stapel beginnt von unten her zu verfaulen. Mindestens 30 Zentimeter Luft sollte es nach unten geben, besser mehr. Gleiches gilt für Seitenabstände. Eine alte Plane versieht als Abdeckung gute Dienste.

Ordentlich belüftet und in sonniger Lage trocknet Holz innerhalb eines Sommers so weit herunter, dass es verbrannt werden kann. Eine Abdeckung nach oben sollte gewährleistet sein. Hartholz wie Buche trocknet übrigens langsamer als Weichholz. Probleme, die bei der Lagerung auftauchen können sind Schimmelbildung und ausbleibende Trocknung. Beides ist immer ein Lüftungs- oder Standortproblem.

Ungezieferbefall ist auch teilweise vom Standort abhängig. Untersuchen Sie Holz beim Einkauf auf jeden Fall oberflächlich auf möglichen Holzwurm-Befall. Die Gefahr, dass z.B. Holzwürmer auf Schuppen oder Haus-Teile übergreifen ist eher gering, da die meisten Schädlinge nach Ablauf der Entwicklungsstufen ihren Standort verlassen und sich arttypische Standorte zur Weitervermehrung suchen. Dies ist meist nicht Ihr trockener Brennholz-Stapel.

Optimalerweise wird Scheitholz eingelagert - Meterscheite trocknen langsamer, da weniger Stirnholzflächen zur Verfügung stehen.


  Heizwerttabelle

Der Heizwert ist die bei einer Verbrennung maximal nutzbare Wärmemenge, bei der es nicht zu einer Kondensation des im Abgas enthaltenen Wasserdampfes kommt, bezogen auf die Menge des eingesetzten Brennstoffs.
Der Heizwert ist also das Maß für die spezifisch je Bemessungseinheit nutzbare Energie. Der Heizwert sagt nichts aus über die Verbrennungsgeschwindigkeit.

Eine Tabelle der häufigsten Brennstoffe und Holzarten im Vergleich haben wir hier für Sie zusammengestellt: Heizwerttabelle.pdf


  Umweltsaspekte der Nutzung von Holz als EnergietrÄger

Informationen zum nachhaltigen, umweltfreundlichen Nutzen von Holz als Energieträger, der damit fossile Brennstoffe ersetzen kann finden Sie HIER.


  CO2-neutrales Heizen

Das Heizen mit Holz und Holzprodukten wie z.B. Holzbriketts gilt deshalb als CO2 neutral, weil ein Baum während seines Wachstums genauso viel CO2 verbraucht, wie bei der Verbrennung wieder entsteht.
Mehr zum Thema finden Sie HIER.


  QualitÄtsrichtlinien des Bundesverbandes Brennholzhandel & -produktion

Wir führen das Qualtitätszeichen des Bundesverbandes Brennholzhandel & -produktion.
Durch die Einführung bindender Richtlinien hat der Verband Parameter zur Qualifizierung des Brennholzhandels erarbeitet und schreibt diese fort. Wir fühlen uns diesen Kriterien verpflichtet.
Die Qualitätsrichtlinien des Bundesverbands Brennholzhandel & -produktion finden Sie HIER.